Friday-Fact

Ungefähr zehn Kilometer von der brasilianischen Tropenstadt Manaus entfernt trifft der zweitgrößte Nebenfluss der Erde, der Rio Negro, auf den größten Fluss der Erde: den Amazonas. 

Das Besondere ist jedoch: Die beiden Flüssen fließen für ungefähr elf Kilometer im selben Flussbett nebeneinander, ohne sich zu vermischen. 

Wie ist das möglich? 

Dieses Phänomen lässt sich mit den verschiedenen Eigenschaften der Flüsse begründen. Zum einen unterscheiden sich die pH-Werte deutlich: Der Rio Negro liegt bei 3,5, während der Amazonas einen pH-Wert von 7,5 besitzt. Zum anderen fließt der Amazonas mit 7,5 km/h circa dreimal so schnell wie sein Nebenfluss (2,5 km/h). Und auch optisch lassen sich die beiden Flüsse deutlich auseinanderhalten: Der Rio Negro ist eher bräunlich und absorbiert daher das Sonnenlicht. Deswegen beträgt seine Wassertemperatur meistens über 28° Celsius. Im Gegensatz dazu ist der Amazonas deutlich heller, reflektiert das Sonnenlicht und kommt so auf eine maximale Temperatur von 22 ° Celsius. 

Gerade die unterschiedliche Färbung lässt sich sowohl aus dem Flugzeug als auch direkt auf einem Boot auf dem Fluss deutlich erkennen, wie man auf dem Bild sehen kann. 

Bis zu den nächsten Friday-Facts!

Zusammentreffen des Amazonas und Rio Negros // Foto: Paetzold

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.