Cremiges Joghurt-Zitronen-Eis

Inzwischen haben es alle mitbekommen: Die Sommer hierzulande werden immer heißer. Während 30°C im Schatten in den letzen Jahren in Deutschland noch eine Seltenheit waren, treten diese zum Zerfließen heißen Temperaturen nun häufiger auf. Natürlich hat das weitreichende Folgen für die Natur und das Klima – vor allem aber wächst mit den steigenden Temperaturen auch der Sturm auf die Eisdielen.

Das Eisgeschäft boomt wie schon lange nicht mehr und das merkt man auch am Preis, den man inzwischen für eine Kugel Eis zahlen muss. Günstiger ist es also, die leckere kalte Eiscreme zu Hause selbst zu machen. Natürlich kann man Eis auch zu geringeren Preisen im Supermarkt kaufen, doch das billige Supermarkt-Eis enthält meist massenweise Zusatzstoffe und insbesondere Zucker. Somit ist selbst gemachtes Eis auch gesünder, da man selbst über Zutaten und Zuckermenge bestimmen kann.

Die Vorteile von selbst gemachtem Eis

Du bist noch nicht davon überzeugt, dein Eis selbstzumachen? Hier kommt eine Auflistung aller Vorteile, die selbst zubereitetes Eis mit sich bringt.

Selbst gemachtes Eis ist

  • günstig
  • gesünder – natürliche Zutaten, Zuckermenge variierbar
  • vielfältiger – bei der Kreation der Geschmacksrichtung sind keine Grenzen gesetzt
  • leicht an individuelle Bedürfnisse anpassbar (z.B. Zuckermenge, laktosefrei)
  • sehr einfach herzustellen
  • auch für Veganer problemlos zuzubereiten – unten findet ihr auch die Rezeptur für veganes Zitronen-Joghurt-Eis

Was benötigt man für selbst gemachtes Eis?

Im Gegensatz zu vielen Rezepten für selbst hergestelltes Eis, die man im Internet findet, erfordert die hier vorgestellte Methode keine Eismaschine. An Utensilien benötigt man lediglich ein paar Schälchen, etwas zum Umrühren und Eisförmchen. Letztere sind inzwischen sogar in vielen Supermärkten und Kaufhäusern erhältlich.

Die Zutaten für das Eis hängen natürlich von der jeweiligen Geschmacksrichtung ab. Es sei jedoch gesagt, dass fetthaltiger Joghurt bei dieser Eismethode nahezu immer eine gute Grundlage darstellt.

Geschmacksrichtung Joghurt-Zitrone

Heute wird fruchtiges, erfrischendes Joghurt-Zitronen-Eis zubereitet. Das ist meine persönliche Lieblingseissorte, aber natürlich nur eine mögliche Variante von vielen. Die cremige, süß-säuerliche Zitronencreme wird von dem mildem Joghurt prima ausbalanciert. Damit sorgt das Joghurt-Zitronen-Eis für ein Frischegefühl, das man in diesem Sommer wirklich nicht missen möchte. Einfach perfekt für heiße Tage!

Die Zitronencreme für dieses Rezept besteht aus Lemon Curd, einer aus Großbritannien stammenden Spezialität. Sie wird üblicherweise aus Zitronen, Eiern, Butter und Zucker hergestellt, lässt sich aber auch prima veganisieren. Hierfür ersetzt man einfach die Eier durch etwas Speisestärke und pflanzliche Milch und verwendet vegane Butter.

Für die Joghurtkomponente wird der Joghurt mit Vanilleextrakt, Zitronenpaste und gegebenenfalls etwas Puderzucker verfeinert. Beim Joghurt sollte auf jeden Fall fetthaltiger Joghurt verwendet werden, z.B. griechischer oder türkischer Joghurt mit ca. 10% Fett. Fettarmer Joghurt wird im Gefrierfach sehr hart und vereist, während fettreicherer Joghurt cremiger bleibt. Für Veganer eignet sich Kokosjoghurt am besten, da die Soja- und Haferalternativen zu viel Wasser enthalten, welches wiederum die vereiste Konsistenz erzeugen würde.

Für die Fertigstellung des Eises wird das Lemon Curd dann abwechselnd mit der Joghurtmasse in die Förmchen gefüllt, sodass sich eine schöne Marmorierung ergibt – das Auge isst ja bekanntlich mit. 😉

Das Rezept

Zutaten für 3 Eis

Lemon Curd

  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 50 g Saft einer Zitrone
  • 1 Ei
  • 40 g Zucker
  • 1/3 TL Speisestärke
  • 33 g kalte Butter

veganes Lemon Curd

  • 1 EL Speisestärke
  • 1 EL Wasser
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 50 g Saft einer Zitrone
  • 75 ml pflanzliche Milch
  • 40 g Zucker
  • 33 g kalte vegane Butter

Joghurt-Komponente

  • 100 g fetthaltiger Joghurt (10%) oder Kokosjoghurt
  • 1/2 EL Puderzucker
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 TL Lemon Curd

Zubereitung

  1. Für das Lemon Curd gib Zitronenabrieb, Zitronensaft, Ei, Zucker und Speisestärke in einen Topf und verrühre alles klümpchenfrei. Erwärme die Mischung bei mittelhoher Hitze und rühre dabei stets, damit das Ei nicht gerinnt. Rühre so lange, bis die Masse eindickt – oft hilft es, sie 1 min lang aufzukochen. Nimm das Lemon Curd von der Herdplatte und rühre direkt die Butter stückchenweise ein, bis diese geschmolzen ist. So kühlt die Masse schneller ab. Fülle das Lemon Curd in ein Schälchen oder ein Einmachglas um.
  2. Für das vegane Lemon Curd verrühre die Speisestärke klümpchenfrei in dem Wasser. Gib dann die Speisestärkemischung, Zitronenabrieb, Zitronensaft, pflanzliche Milch und Zucker in einen Topf. Befolge von nun an die Anweisungen für die Zubereitung des normalen Lemon Curds (s. Schritt 1). Die Masse sollte hierbei ruhig 2-3 min köcheln.
  3. Während das Lemon Curd noch etwas abkühlt, stelle die Joghurtcreme her. Gib dazu alle Zutaten für den Joghurt-Teil in eine Schale und verrühre sie zu einer homogenen Masse.
  4. Fülle nun abwechselnd etwas Lemon Curd und Joghurtmasse in 3 Eisförmchen, bis jedes Förmchen gefüllt ist. Stelle die Förmchen für ca. 3-4 Stunden ins Gefrierfach.
  5. Um das Eis schließlich aus den Förmchen zu lösen, halte es für ein paar Sekunden unter warmes Wasser. Nun kann das Eis serviert und genossen werden.

Et voilà, schon hat man sich in null Komma nichts ein leckeres Eis gezaubert, das einem bei jeder Hitze garantiert eine schöne Abkühlung bereitet. Du solltest das Rezept diesen Sommer unbedingt ausprobieren! Wie bereits erwähnt, lässt sich die Geschmacksrichtung auch sehr leicht variieren. Zum Beispiel kann man ganz einfach die Zitronen gegen Limetten oder Orangen austauschen oder eine Beerensauce aus Tiefkühlbeeren statt des Lemon Curds verwenden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ich hoffe sehr, dass es schmeckt, und freue mich über jedes Feedback in den Kommentaren unter diesem Beitrag!

Text: Mathilda A.; Fotos: Mathilda A.

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