Braunschweig gegen Hannover: Das Derby – das Generationen verbindet und trennt

Ein Kommentar von Lina (8b) und Pia (8b)


Bild: Chvista (2013): Choreographie des Braunschweiger Löwen, präsentiert von der Fankurve von Eintracht Braunschweig im letzten Spiel der Saison 2012/13 gegen den FSV Frankfurt (2:2). Abrufbar unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Choreo_Löwe_Braunschweig.jpg (zuletzt geprüft am 17.06.2026).

Bedrohung und Belästigung in der eigenen Wohnung! Genauso sehen Aktionen von Braunschweig- und Hannover-Fans aus, auch wenn es „nur“ um Fußball geht.

Schon seit vielen Jahren hassen sich insbesondere die Fankulturen von Braunschweig und Hannover, aber warum ist das so?

Angefangen hat es im Jahr 1946, als Hannover zur Landeshauptstadt ernannt wurde. Braunschweig fühlte sich dadurch zurückgesetzt; zugleich stärkte das aber auch das Selbstbewusstsein der Stadt. Fußballerisch begann der Hass jedoch erst in den 1960er-Jahren, als Braunschweig die Lizenz für die Bundesliga erhielt und Hannover nicht.

Seit diesem Tag sind die Spiele zwischen Hannover und Braunschweig unvergesslich, denn jedes einzelne ist von einzigartigen Choreografien, Pyrotechnik, Fangesängen und vielen Emotionen geprägt. Für die Fans geht es nicht nur um drei Punkte, sondern auch um Stolz und darum, wer die Macht in Niedersachsen hat.

Fußball wäre nicht Fußball, wenn es nicht die Unterstützung der Fans und die Choreografien gäbe; jedoch gibt es einige Aktionen, die maßlos übertrieben sind – zum Beispiel als Hannover eine „96″ ins Spielfeld von Braunschweig gebrannt hat, oder wenn das Leben von Tieren misshandelt wird. Außerdem wurden im Jahr 2017 zwei Braunschweiger Spieler in ihrer privaten Wohnung von Hannover-Fans bedroht. Weil das Derby teilweise so ausgeartet ist, wurden in manchen Saisons die Spiele ohne Zuschauer gespielt, weil die Gefahr zu hoch war, dass etwas passiert oder Menschen verletzt werden. Beide Vereine waren sich jedoch einig, dass sie nicht ohne ihre Fans spielen wollten, weshalb sie gegen den DFB protestierten.

Bei Interviews mit drei Personen, die nichts mit Fußball zu tun haben, wurde deutlich, dass sie der Meinung sind, Derbys machen den Fußball lebendiger, man müsse es aber nicht übertreiben. Obwohl sie sich nicht für Fußball interessieren, sagen sie, sie würden sich eher so ein Spiel anschauen als andere, weil diese Spiele spannender und aufregender sind.

Unserer Meinung nach sind solche Derbys etwas Besonderes. Sie sorgen für Spannung und zeigen, wie sehr die Menschen ihren Verein unterstützen. Die Fans fiebern mit, tragen die Farben ihres Vereins mit Stolz und schaffen eine einzigartige Atmosphäre.

Allerdings sind manche Aktionen übertrieben und gehören eigentlich nicht in den Fußball. Wir finden das sehr schade, denn Fußball sollte Spaß machen und Menschen zusammenbringen. Außerdem sollte man respektvoll gegenüber anderen Vereinen bleiben, auch wenn man verfeindet ist.

Allgemein finden wir, dass das Derby ein Muss ist, weil es die Vereine prägt und zeigt, wie viele Emotionen es im Fußball wirklich gibt. Einige Aktionen gehen jedoch gar nicht und haben nichts mehr mit dem Fußball zu tun. Leider gehören sie dennoch dazu, und wenn die Vereine aufeinandertreffen, ist es jedes Mal ein Gänsehautmoment.

Der Kommentar bezieht sich auf Informationen der Braunschweiger Zeitung, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und Wikipedia.